Dienstag 22. August 2017

Ski Alpin: Staatsmeisterschaft in Hinterstoder

28.03.2017: 15 sehbehinderte Teilnehmer nahmen an der diesjährigen Meisterschaft teil, wovon sich der Großteil an den vorgelagerten Trainingstagen intensiv auf das skifahrerische Highlight d. Jahres vorbereiteten.

Unmittelbar nach den letzten Austrian-Cup Rennen (17.-19. März) in Forstau-Faggeralm, ging es ins oberösterreichische Hinterstoder zur Vorbereitung auf die heurigen Staatsmeisterschaften.

Der erste Trainingstag begann gleich mit einem Schock: Begleitsportler Georg Jellinek erlitt nach einem Fahrfehler einen schweren Unterschenkelbruch und musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus Kirchdorf geflogen werden.

Ein Warmwettereinbruch sorgte für schwierige Pistenverhältnisse, trotzdem war der Trainingseifer ungebrochen. In den Tagen bis zu Meisterschaftsbeginn (24. März) wurde auf den Rennstrecken Super-G, Riesentorlauf und Slalom trainiert. Technik und Renntempo standen im Vordergrund.

 

Der erste Wettkampftag brachte die Super-Kombination; ein Super-G mit separater Wertung und ein Slalom-Durchgang. Den Super-G entschied bei den Damen Gabi Huemer/Guide Jonny Rathgeb für sich, vor Petra Aigner/Guide Lisa Jenewein. Bei den Herren wurde der Kärntner Gernot Morgenfurt/Christoph Gmeiner seiner Favoritenrolle gerecht und siegte vor Christian Hesch/Sigi Pajantschitsch und Charly Mayr/Christian Reinthaler.

Der anschließende Slalom brachte für die Wertung in der Super-Kombi bei den Damen keine Änderung in der Reihenfolge der Medaillenplätze, bei den Herren änderte sich der dritte Platz, den holte sich Norbert Sommer/Guide Erich Strummer.

Der Riesentorlauf am zweiten Tag hat erwartungsgemäß den Sportlern einiges abverlangt. Die Piste war hart, der Kurs vom Engländer E. Bennet nicht gerade einfach gesetzt. Bei den Damen wurden die Aigner Festspiele eröffnet, Veronika siegte klar vor Barbara. Wobei „Vroni“ von Irmgard Aigner und Barbara von Elisabeth Aigner begleitet wurde. Den dritten Platz konnte sich Gabi Huemer/Jonny Rathgeb sichern. Bei den Herren blieb Kaderläufer Gernot Morgenfurt/Christoph Gmeiner erfolgreich, vor Christian Hesch/Sigi Pajantschitsch und dem nächsten Aigner, nämlich Johannes.

Am dritten und letzten Renntag, stand der Spezialslalom am Programm. Bei den Damen war klar, wenn sich Veronika nicht selber schlägt, wird sie auch diesen gewinnen und so war es auch, Sie siegte vor Gabi Huemer. Der dritte Platz brachte ein neues Gesicht, Michaela Faltl mit Guide Hans Jamnig setzte sich relativ knapp gegen Lisa Seim/Guide Sabine Ogris im Kampf um Bronze durch. Bei den Herren gab es den vierten Erfolg für Morgenfurt vor Hesch, Dritter wurde mit einem sensationell gefahrenen zweiten Durchgang, Johannes Aigner/Guide Herbert Haslinger.

 

Insgesamt betrachtet eine tolle Veranstaltung mit einer würdigen Medaillenfeier in Anwesenheit von Landeshauptmann Josef Pühringer und ÖBSV Generalsekretär Matthias Bogner in der Höss-Halle Hinterstoder und einen Gesamtorganisator Max Huemer, der mit seinem enormen Einsatz für beste Bedingungen für alle Teilnehmer sorgte.

 

 

Ergebnisse:

 

Super-Combi

Super-G

Riesenslalom

Slalom





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