Dienstag 27. Juni 2017

Skisaison endet mit Staatsmeisterschaften in Vorarlberg

Die Staatsmeisterschaften Ski Alpin für Menschen mit Behinderungen hätten keinen besseren Rahmen finden können, als jenen im Bregenzerwald. Das anspruchsvolle Skigebiet Mellau/Damüls gepaart mit der Vorarlberger Gastfreundschaft und Skisport auf sehenswertem Niveau. 13 Blindensportler mit Guides, betreut von zwei Trainern waren mit dabei.

  

Nach dem Startverzicht von Kaderläufer Christian Hesch war bei den Männern der Meisterschaftsfavorit schnell ausgemacht. Für den Kärntner Gernot Morgenfurt mit seinem Guide Christoph Gmeiner, sie sind heuer in den ÖSV-Kader Behindertenskilauf aufgestiegen, schien alles angerichtet. Doch manchmal kommt es eben ganz anders: Gleich beim ersten Bewerb der Super-Kombination (Super-G und ein Durchgang Slalom) erwischte es den Weissenseer gnadenlos. Ungefähr bei der Hälfte des Rennens im Super-G machte Gernot einen Abflug und schon war der erste Renntag für ihn abgehakt. Glücklicherweise nur ein paar Schrammen und blaue Flecken, kein Startproblem für die restlichen Rennen an diesem Wochenende.

Den Sieg im Super-G (gesonderte Wertung) holte sich der Wiener Charly Mayr mit Guide Christian Reinthaler, 1,8 Sekunden vor dem Steirer Mario Faltl mit Guide Sabine Ogris. Bronze ging überraschend an den Wiener Herbert Schaller/Guide Manuel Leichtfried. Schaller war übrigens ältester Teilnehmer im gesamten Feld, er feierte unlängst den 70. Geburtstag - Respekt!

Nach absolviertem Slalom stand auch das Ergebnis in der Super-Kombi fest, es war fast ident, nur Bronze wechselte den Besitzer, das ging an Norbert Sommer/Guide Sigi Pajantschitsch.     

Beim Spezial-Slalom konnte das Kärntner Duo Morgenfurt/Gmeiner dann zeigen, dass sie nicht umsonst Kaderläufer sind und siegten genauso wie einen Tag später im Riesenslalom überlegen vor Mayr/Reinthaler und dem jungen Johannes Aigner mit Guide Lisi Aigner. 

Bei den Damen konnte die sehbehinderte Skihauptschülerin Veronika Aigner/Guide Irmi Aigner in Slalom und Riesenslalom zeigen, dass sie wohl eine der talentiertesten Rennläuferinnen unter den Sehbehinderten weltweit ist. Die Niederösterreicherin siegte überlegen vor Gabi Huemer, Guide Max Huemer aus Oberösterreich.

Bei den Speedbewerben darf die 14-jährige Aigner noch nicht antreten, daher kam es zu einem Fight zwischen Huemer/Huemer und der Newcomerin aus Wien Lisa Seim mit Guide Georg Jellinek, den die Huemer´s für sich entscheiden konnten. Auf Platz drei die vollblinde Starterin Claudia Rauch mit der Begleitsportlerin Lisa Jenewein.

Nach einer Ausfallsorgie im Kombislalom ging bei den Damen auch die Kombiwertung an das oberösterreichische Erfolgsteam Gabi und Max Huemer.





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