Donnerstag 19. Oktober 2017

ÖBSV-Organisationsstruktur

Was ist das?

  

Der Behindertensport ist aus politischer und geografischer Sicht föderalistisch organisiert. Der Österreichische Behindertensportverband (ÖBSV) ist die Schnittstelle der Landesorganisationen. Diese Landesverbände wiederum koordinieren die Anliegen der Vereine in den jeweiligen Bundesländern und veranstalten unter anderem auch Landesmeisterschaften. Fünf Fachausschüsse (FAUS) koordinieren die Bedürfnisse aus der Sicht der unterschiedlichen Behinderungen: Amputiertensport, Blinden- und Sehbehindertensport, Cerebralparetikersport, Mentalbehindertensport und Rollstuhlsport. Daraus ergeben sich die Abkürzungen FAUS A, B, C, M, R.Der Schwerpunkt in den Aufgaben dieser Fachausschüsse liegt darin, behinderten Menschen Breitensport zu ermöglichen. Dementsprechend breitgefächert ist unser Angebot. Derzeit sind 38 unterschiedliche Sportarten für Menschen mit Behinderung in unserem Programm!
Um den Anforderungen im Leistungssport gerecht zu werden, hat der ÖBSV Referate eingeführt. Diese sportartspezifischen Referate unterstützen Sportlerinnen und Sportler aus allen sechs Behindertengruppen - also unabhängig von ihrer Behinderung. Sie bilden das wichtige Verbindungsglied zwischen Behinderten- und Nicht-Behindertensport. Im Augenblick arbeiten die Referate Ski (alpin und nordisch) und Schwimmen eng mit den Fachverbänden des Nicht-Behinderten-Sports zusammen. Drei weitere Referate für Leichtathletik, Tischtennis und Radfahren sind im Aufbau. Um die Bedeutung der Ausbildung sowie des Jugend- und Seniorensportes hervorzuheben, haben wir auch dafür je ein Referat vergeben. Der ÖBSV hat sich die Mitgliedschaft in angrenzenden Interessensvertretungen erarbeitet. Seit 1996 sind wir ordentliches Mitglied "mit besonderen Aufgaben" der Bundessport Organisation (BSO). Der ÖBSV ist Mitglied des Dachverbandes aller Behindertenorganisationen Österreichs (ÖAR).
Das Österreichische Paralympische Committee (ÖPC) unterstützt den ÖBSV bei den Paralympics. Diese Olympischen Spiele der behinderten Sportlerinnen und Sportler finden alle zwei Jahre - abwechselnd im Sommer und Winter - unter dem Dach des Internationalen Paralympischen Committees (IPC) statt. Auf europäischer Ebene sind wir im Europäischen Paralympischen Committee (EPC) vertreten. Wir kooperieren mit den Sportabteilungen des "Councel of Europe" in Straßburg und der Europäischen Union in Brüssel.

  

Der ÖBSV ist mit seinen Behinderungsgruppen auch Mitglied in den internationalen Weltverbänden:

  • Cerebral Palsy International Sports and Recreation Association (CP-ISRA)
  • Comité International des Sport Silencieux (CISS)
  • International Stoke Mandeville Wheelchair Sports Federation (ISMWF)
  • International Sports Organisation for the Disabled (ISOD)
  • International Blind Sports Association (IBSA)
  • International Sports Federation for Mentally Handicapped (INAS-FID)

Organisation 

  

Um die Organisation des Behindertensportes für den Breitensportbereich effektiver gestalten zu können, gibt es im Österreichischen Behindertensportverband 5 Fachausschüsse. Sportler mit Amputationen und anderen Behinderungen am Stütz- und Bewegungsapparat, Störungen des zentralen- und peripheren Nervensystems, für blinde, sehbehinderte und mentalbehinderte Sportler.
Breitensport für Blinde und Sehbehinderte strebt heute mit seinen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln die Unterstützung von Entwicklungsprozessen an, die zur Entfaltung der physischen und psychischen Fähigkeiten des Behinderten beitragen. Sport hat eine enorme Bedeutung in unserem Leben, ohne ihn würden wir körperlich und seelisch verkümmern. Sport ermöglicht die Erreichung einer vollkommenen Entspannung und beinhaltet gleichzeitig friedlichen Kampf, bei dem Aggressionen abgebaut und Niederlagen verkraftet werden.
Mit einer Behinderung Bewegungen zu erfahren und Sport zu treiben, intensiviert nicht nur die positive Körper-Geist-Beziehung, sondern kann zusätzlich zu Selbstverwirklichung und Selbstfindung beitragen. Die Aufgabe der Verantwortlichen im Sport mit Blinden und Sehbehinderten ist stets im gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang zu sehen. Dies gilt für den Freizeit- und Breitensport, dem Leistungssport und vor allem der Jugendarbeit. Junge blinde und sehbehinderte Menschen folgen natürlich den Trends des Freizeitsports, dem Fun- und Adventuresport, den Outdoor-Aktivitäten. Der Fachausschuss ist bemüht, sportartvielfältig anzubieten.
Die Grundsteinlegung dieser Motivation zum Sport und die Erweckung dieses Bewegungs-willens ist die große Herausforderung an alle Trainer, Therapeuten, Eltern und Lehrer, an alle Verantwortlichen im Blindensport. Blindensport ist keine bestimmte, fest umschriebene Aktivität, sondern Bestandteil des Verhaltens und Handelns einer tätigen Person. Die Frage nach dem Sport als Integrationshilfe erübrigt sich, da die Beziehungsstruktur zwischen Sport und Blindensport sich auflösen sollte, mit dem Ziel "SPORT FÜR ALLE"!

  





Österreichischer Behindertensportverband (ÖBSV)
Kompetenz-Gremium Blinden- und Sehbehindertensport
Brigittenauer Lände 42
1200 Wien
Fon: +43 1 33 26 134

[IMPRESSUM]
http://blindensport.at/